Satzung für die Treuhandstiftung Jonathan.Foundation®

PRÄAMBEL

Die Erziehung und Bildung im Sinne eines Natürlichen Lehrens, Lernens und Lebens sowie die Förderung von Öffentlichkeitsarbeit zu dieser Thematik liegt dem Stiftungsgründer, Günter Lau, am Herzen.

 

Dabei soll die Stiftung immer die von ihr betreuten bzw. geförderten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen, unabhängig von Religion, Kultur, sozialem Hintergrund oder Herkunft. Sie sieht alle Kinder in unserer Gesellschaft als gleichwertig und unterstützt sie in ihrem Recht auf Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse, Bildung und Respektierung ihrer Individualität.

 

Die Stiftung soll das bisherige Wirken und Forschen des Gründers zum Thema Natürliches Inneres Wissen und Natürliche Weisheit verstärkt in die Praxis umsetzen.

 

Hierbei sollen Kinder, -Jugendliche bzw. junge Erwachsene und ihr Natürliches/Natives Lernen im Vordergrund stehen und durch erfahrenes, gefestigtes Begleit- und Lehrpersonal entwickelt und gestärkt werden. Ziel ist, dass sie sich kompetent und leistungsfähig im Leben behaupten lernen und ihre speziellen Stärken und Fähigkeiten zur Geltung bringen können.

 

§1 Name, Rechtsform

 

  1. Die Stiftung führt den Namen JONATHAN.FOUNDATION® und hat ihren Sitz in Reinbek.
     

  2. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
     

  3. Sie ist eine treuhänderische Stiftung und wird verwaltet durch einen geschäftsführenden Treuhänder, Herrn Günter Lau, und wird folglich von diesem im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten.

§2 Stiftungszweck

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Bildung und Erziehung und der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Natürliches und Natives Lehren, Lernen und Leben. In diesem Sinne fördert sie:

 

  • Kinder und Jugendliche in freien schulischen Einrichtungen und in einem natürlichen, angstfreien Lernumfeld,
     

  • Studenten und Erwachsene in der persönlichen, natürlichen Lernentwicklung bei Erziehungs-, Volks- und Berufsbildungsprozessen und
     

  • die Schaffung eines Experten-Pools zur Erarbeitung und Verbreitung von Methoden und Ansätzen des Natürlichen und Nativen Lehrens, Lernens und Lebens.
     

  1. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Trägerschaft von sozialen und pädagogischen Einrichtungen, wie Gründung und Betreiben von Lernorten und Schulen.​
     

  2. Weitere Aufgaben der Stiftung sind der Informationsaustausch durch Vernetzung, sowie die Unterstützung und Förderung von Einrichtungen, Schulen, Lernorten, Projekten, Initiativen und Menschen im Sinne von §2 Abs. 1.
     

  3. Zu den Aufgaben der Stiftung gehört es, Pädagogen, SozialarbeiterInnen, KindergärtnerInnen, Eltern und andere interessierte Menschen aller Altersstufen mit den Prozessen des Natürlichen und Nativen Lehrens, Lernens und Lebens bekannt zu machen. Dies ist als eine gemeinsame Exploration zu verstehen.
     

  4. Zweck der Stiftung ist auch die Beschaffung von Mitteln gemäß § 58 Nr. 1 AO zur Förderung der zuvor genannten steuerbegünstigten Zwecke, für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen Körperschaft oder für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
     

  5. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben selbst oder durch Hilfspersonen im Sinne des § 57 Abs. 1 S. 2 AO, sofern sie nicht im Wege der Mittelbeschaffung gemäß § 58 Nr. 1 AO tätig wird. Die Stiftung kann zur Verwirklichung des Stiftungszwecks Zweckbetriebe unterhalten.
     

  6. Die Stiftung ist in ihrer Arbeit frei, überparteilich und überkonfessionell.
     

  7. Die Stiftung haftet ausschließlich mit ihrem Stiftungsvermögen.
     

  8. Es sind die Vorschriften der Abgabenordnung zu beachten, um eine Steuerbefreiung seitens des zuständigen Finanzamts zu erreichen und zu behalten.

§3 Gemeinnützigkeit

  1. Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Der Stifter, die Zustifter und ihre Erben erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Stiftung.
     

  2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§4 Stiftungsvermögen

 

  1. Die Stiftung wird mit einem Anfangsvermögen von 50.000 € ausgestattet.
     

  2. Dem Stiftungsvermögen wachsen alle Zuwendungen zu, die dazu bestimmt sind (Zustiftungen).
     

  3. Das Vermögen der Stiftung ist (nach Abzug von Vermächtnissen und Erfüllung von Auflagen) in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten und sicher und ertragreich anzulegen. Vermögensumschichtungen sind zulässig. 

§5 Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen

 

  1. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und aus Zuwendungen, die nicht ausdrücklich zur Stärkung des Stiftungsvermögens bestimmt sind (z.B. Spenden, Crowd-Funding, Aktionen etc.). Davon ausgenommen sind die Rücklagenbildung oder Zuführungen zum Stiftungsvermögen gemäß § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO.
     

  2. Die Stiftung kann ihre Mittel ganz oder teilweise einer Rücklage zuführen, soweit dies im Rahmen der steuerlichen Gemeinnützigkeit zulässig ist.
     

  3. Zur Werterhaltung können im Rahmen des steuerrechtlich zulässigen Teile der jährlichen Erträge zur Substanzerhaltung und als Inflationsausgleich einer freien Rücklage zugeführt werden.
     

  4. Im Rahmen des steuerrechtlich Zulässigen kann die Stiftung Mittel einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft oder einer juristischen Person des öffentlichen Rechts zur Vermögensausstattung zuwenden.
     

  5. Ein Rechtsanspruch Dritter auf Gewährung der jederzeit widerruflichen Förderleistungen aus der Stiftung besteht aufgrund dieser Satzung nicht.

§6 Stiftungsrat

  1. Gremium der Stiftung ist der Stiftungsrat.
     

  2. Der Stiftungsrat besteht aus mindestens 2 Mitgliedern.
     

  3. Geborene Mitglieder sind der Stifter und Treuhänder, Günter Lau, oder eine von ihm benannte Person sowie ein*e Geschäftsführer*in (noch zu benennen). Die geborenen Mitglieder sollen, nach freiwilligem Ausscheiden oder Tod, durch Mitglieder ihrer Familien ersetzt werden.
     

  4. Die geborenen Mitglieder können max. 5 weitere Mitglieder bestellen (kooptierte Mitglieder). Die Amtszeit der kooptierten Stiftungsratsmitglieder beträgt jeweils 2 Jahre. Wiederbestellungen sind zulässig. Beim Ausscheiden eines kooptierten Stiftungsratsmitglieds wird die/der Nachfolger*in von den verbleibenden Mitgliedern benannt.
     

  5. Der Stiftungsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden.
     

  6. Dem Stiftungsrat sollen Personen angehören, die besondere Fachkompetenz und Erfahrung im Hinblick auf die Aufgabenerfüllung der Stiftung aufweisen. Ein Mitglied soll in Finanz- und Wirtschaftsfragen sachverständig sein. Zwei der kooptierten Stiftungsratsmitglied sollen der Stifterfamilie entstammen.
     

  7. Die Mitglieder des Stiftungsrates sind ehrenamtlich tätig. Sie haben jedoch Anspruch auf Ersatz angemessener Auslagen und auf eine Aufwandspauschale von max. 200€/Monat.

§7 Aufgaben des Stiftungsrats

 

  1. Der Stiftungsrat beschließt über die Verwendung der Stiftungsmittel im Sinne der Satzung sowie der rechtlichen oder steuerlichen Bestimmungen.
     

  2. Beschlüsse des Stiftungsrats werden in der Regel auf Sitzungen gefasst. Der Stiftungsrat wird von der/dem geschäftsführenden Treuhänder*in nach Bedarf, mindestens aber einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von zwei Wochen zu einer Sitzung einberufen. Sitzungen sind ferner einzuberufen, wenn 2 Mitglieder des Stiftungsrats dies verlangen.
     

  3. Der Stiftungsrat ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder, unter ihnen der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend oder vertreten sind. Ladungsfehler gelten als geheilt, wenn alle Mitglieder anwesend sind und niemand widerspricht. An einer schriftlichen Abstimmung muss / müssen sich mindestens zwei Drittel der Stiftungsratsmitglieder beteiligen. 
     

  4. Der Stiftungsrat trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern die Satzung nichts Abweichendes bestimmt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, ersatzweise seines Stellvertreters den Ausschlag.
     

  5. Über die Sitzungen sind Niederschriften zu fertigen und vom Sitzungsleiter und dem Protokollanten zu unterzeichnen. Sie sind allen Mitgliedern des Stiftungsrats zur Kenntnis zu bringen.
     

  6. Wenn kein Mitglied des Stiftungsrats widerspricht, können Beschlüsse im schriftlichen oder fernmündlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Im schriftlichen Verfahren gilt eine Äußerungsfrist von 2 Wochen seit Absendung der Aufforderung zur Abstimmung.
     

  7. Beschlüsse, die eine Änderung der Satzung, des Stiftungszwecks oder die Auflösung der Stiftung betreffen, können nur auf Sitzungen gefasst werden.

§8 Anpassung der Stiftung an veränderte Verhältnisse und Auflösung

  1. Soweit es die wirtschaftlichen Verhältnisse der Stiftung zulassen, kann der Stiftungsrat jederzeit durch einfache Mehrheit die Fortsetzung der Stiftung als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts beschließen. Zu Lebzeiten ist die Zustimmung des Stifters erforderlich. In diesem Fall gilt der Stifter zugleich als Stifter der rechtsfähigen Stiftung.
     

  2. Ändern sich die Verhältnisse derart, dass die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks von der/dem geschäftsführenden Treuhänder*in und/oder dem Stiftungsrat nicht mehr für sinnvoll gehalten wird, so können beide gemeinsam einen neuen Stiftungszweck beschließen.
     

  3. Der Beschluss bedarf der Zustimmung einer Mehrheit von zwei Drittel aller Mitglieder des Stiftungsrates. Der neue Stiftungszweck hat gemeinnützig zu sein und auf dem Gebiet der Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsen zu liegen.
     

  4. Die/der geschäftsführende Treuhänder*in und der Stiftungsrat können gemeinsam die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauerhaft und nachhaltig zu erfüllen. 
     

  5. Die/der geschäftsführende Treuhänder*in kann die Auflösung der Stiftung allein beschließen, wenn in der Endausstattung zum 31.12.2025 ein Mindestvermögen von 100.000 € (in Worten: einhunderttausend Euro) nicht erreicht wird.

 

 

§9 Vermögensanfall

 

Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Stiftung an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für Zwecke im Sinne des § 2 der Satzung.

 

 

§10 Stellung des Finanzamtes

 

Beschlüsse über Satzungsänderungen, der Beschluss über die Auflösung der Stiftung sowie der Beschluss über die Fortsetzung der Treuhandstiftung als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts sind dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Für Satzungsänderungen, die den Zweck der Stiftung betreffen, ist die Unbedenklichkeitserklärung des Finanzamtes einzuholen.

 

Reinbek, 17.03.2021

 

           

JONATHAN.FOUNDATION

 Kulturwandel im Lernen & Leben

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